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Rund um den Südtiroler Wein
Die Rebe ist in Südtirol bereits seit über zwei Jahrtausenden beheimatet. Die älteste Rebe Südtirols ist ungefähr 350 Jahre alt: die Weißweinsorte Versoaln. Sie wächst, unter der Patenschaft der Gärten von Schloss Trauttmansdorff, auf Schloss Katzenzungen bei Prissian.
Südtirol ist, nach Aosta, das kleinste Weinanbaugebiet Italiens. Weniger als 1 % der italienischen Weine kommen aus Südtirol. Immerhin aber werden hier an die 20 verschiedene Sorten angebaut, die sich mit den Spitzenweinen Italien messen können. Mittlerweile erhalten Südtiroler Weine, im Verhältnis zur geringen Anbaufläche, die meisten Auszeichnungen in ganz Italien. Vor allem betrifft dies Weiß- und Rotweine autochthoner Rebsorten wie Gewürztraminer, Vernatsch und Lagrein.
Zu diesem Erfolg trägt vor allem die Arbeit von hochqualifizierten und ehrgeizigen Kellermeistern, aber auch das besondere Klima Südtirols bei. Warme Tage, kühle Nächte, Talwinde, geringe Niederschläge, viel Sonne und eine besondere Bodenbeschaffenheit mit dem Vorkommen von Porphyr im Bozner Becken, Quarzphylit im Eisacktal sowie Kalk, Dolomit und sandigem Mergel im Unterland.
Ein typischer Südtiroler Wein ist von feiner Fruchtigkeit, die vom zarten Apfel- und Birnenton des Weißburgunders über das Mandelaroma und den Veilchenduft der Vernatsch-Weine bis zum Kirscharoma mit würzigem Unterton des Blauburgunders geht.
In den letzten Jahren wurden zunehmend auch gehaltvolle dunkle Rotweine und Cuvées aus Blauburgunder, Merlot, Cabernet und Lagrein, die nach der Vergärung in Barriquefässern reifen und lange lagerfähig sind, gekeltert. Bei den Weißweinen zählen die Sorten Weißburgunder, Müller-Thurgau, Kerner, Veltliner, Sylvaner, Gewürztraminer, Sauvignon, Chardonnay und Riesling allesamt zur Spitzenklasse.
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