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Besuch beim Mann aus dem Eis
Häufige Warteschlangen am Eingang des Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen beweisen es: hier kann ein besonderer Fund bewundert werden, der Tausende von Menschen anzieht: der Ötzi. Mit ihm und mit seinen Ausstellungsstücken bietet das Museum zugleich einen informativen und auch einen für Kinder interessanten Zugang in die vielseitige Welt der Archäologie.
Das Südtiroler Archäologiemuseum besteht seit 1998 und hält seitdem für seine Besucher diesen Publikumsmagneten bereit, der älter ist als sämtliche ägyptische Mumien. Wegen seiner Fundstelle nahe dem Ötztal am Hauslabjoch unter dem Similaungletscher wird der Körper dieses Mannes „Ötzi“ genannt. Entdeckt wurde die Mumie von den deutschen Touristen Erika und Helmut Simon im Spätsommer 1991. Gerade noch rechtzeitig, so dass die vom Gletscher konservierte Leiche nicht auftaute und sich zersetzte. Ebenfalls in bestem Zustand waren Kleidungsstücke, Jagdwaffen und andere Habseligkeiten des „Ötzi“.
Der Fundort lag nahe der österreichisch-italienischen Grenze und so stellte sich bald die Frage, ob die Mumie nach Innsbruck oder Bozen kommen sollte. Nach einer Grenzvermessung fiel das Verfügungsrecht an Südtirol.
Anhand von Pollen und Speiseresten in der Mumie konnte sogar noch nachgewiesen werden, dass der Mann aus dem Vinschgau unterwegs war – womöglich auf der Flucht, denn er wurde von einem Pfeil, dessen Spitze man erst 2001 in seinem Körpfer fand, tödlich getroffen.
Im speziell für ihn errichteten Museum ist er in einem abgedunkelten Raum hinter einer Panzerglasplatte zu sehen. Ausgestellt sind ebenso seine Kleidungsstücke und ein Beil aus Kupfer.
Das Südtiroler Archäologiemuseum ist ganzjährig geöffnet. Ein Besuch des Museums kann zudem gut mit einem Einkaufsbummel über den Obstmarkt und durch die Bozner Geschäfte verbunden werden.
Foto: Südtiroler Archäologiemuseum
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